Nein – hier geht es nicht etwa, wie dir Überschrift vielleicht suggeriert, um Beziehungskisten. Vielmehr geht es um Städte. Genauer gesagt eine Stadt. Eine verdammt große für ein Landei, wie mich. Eine mit 2 Millionen (2.000.000 !!!) Einwohnern. Und mit “mehr Brücken als Amsterdam und Venedig zusammen”! Es geht um die “wunderschöne Stadt”, um “meine Perle”, wie Lotto King Karl einst sang. Es geht um Hamburg. Dieser Stadt und ihren Einwohnern möchte ich zwei Worte mit auf den Weg geben:
Fick dich!
Warum? Ganz einfach. Hier ist meine Geschichte:
Gelockt von einem tollen Jobangebot in einer jungen Softwareschmiede in Hamburg machte ich mich auf die Socken nach Deutschlands “Perle des Nordens”. Bei der ersten Einfahrt in die Weltstadt zeigte sich ein beeindruckendes Bild. Der Hafen wirkt nicht nur gigantisch groß, sondern sieht vor allem bei Nacht, dank beleuchteter Landungsbrücken, richtig toll aus.
So weit, so gut. Auch der Job hat, trotz enorm viel Stress, wirklich viel Spaß gemacht. Was aber gar nicht ging, war Hamburg selbst. Von wegen “schönste Stadt der Welt”. Das mag stimmen, wenn man aus dem grauesten Flecken des tiefsten, heruntergewirtschaftetsten Flecken Ost – Deutschlands kommt. Mich als West – Westfalen, der grüne Flächen und Waldgebiete mit vielfältiger Flora und Fauna quasi direkt vor der Haustür kennt, ließen die paar Grünanlagen völlig kalt. Auch architektonisch gibt es weitaus beeindruckendere Bilder als die, die einem in der Hansestadt geboten werden. Frankfurt am Main lässt grüßen…

Demo in Hamburg mit überzeugenden Forderungen!
Schlimmer noch wird es im Winter, wenn die Perle die Muschelschale komplett über sich zuklappt und in einem einzigen Matsch aus Dreck und Grau unter geht. Und das für mehrere Monate. Widerlich!
Und wäre Hamburg wenigstens schön, könnte man es dort ja aushalten – vorausgesetzt, man hat kein Problem damit, als Einzelgänger leben zu wollen. Das größte Problem neben der potthässlichen Optik sind in der Metropole nämlich die Hamburger selbst.
Würde ich nach meiner ureigensten Meinung gefragt und müsste sie alle in einen sprichwörtlichen Topf werfen um ihnen eine einheitliche Charakteristik zu unterstellen, würde ich sie wohl zu einem versnobten Pack realitätsfremder Nazis degradieren. Folgende Aussage hat ein Arbeitskollege tatsächlich getätigt:
“Ich war am Donnerstag in Lüdenscheid bei einem Kunden. Wahnsinn, was da im Sauerland für Berge sind. Ich hab’ mich beim Fahren gefühlt, als wäre ich in San Francisco und musste erstmal meine Mutter anrufen und ihr das erzählen.”
Dieses Ereignis zeigt, wie versessen die Hamburger auf ihren ollen Rotzpott sind. Die meisten waren noch nie in einem anderen Teil Deutschlands. Das ist kein Gestänkere, sondern bitter – harte Realität. Ich habe mit vielen Hamburgern gesprochen und auf Nachfrage, warum sie denn nicht weg wollten, kam meistens die Reaktion, dass das gar nicht nötig sei. Schließlich wohne man ja in der schönsten Stadt der Welt. Wer fühlt sich hier noch an Aussagen der katholischen Kirche zur und kurz nach der Zeit der Hexen- und Ketzerjagd (“Die Erde ist eine Scheibe. Andere Meinungen sind falsch.”) erinnert? Als ich einmal erwähnte, dass mir München und die Münchener selbst ausgesprochen gut gefallen, wurde ich mit bösen Blicken abgestraft und zumindest gedanklich ans nächste Kreuz genagelt.
Wer dachte, dass Westfalen stur sind, sollte sich nicht mit Hamburgern “anlegen”. Zugeknöpft bis oben hin achtet man in der Hafenstadt auf jede Kleinigkeit. Erlaubt sind beim “Weggehen” nur teure Markenklamotten (“Lacoste es, was es wolle”) und getrunken wird kein Bier, sondern nur schicke Drinks mit Schirmchen. Zur Not geht auch der ein oder andere Longdrink. Wer sich mit einem echten Bier in der Hand “erwischen lässt”, wird gefühlt direkt in die Rote Flora verbannd. Zu den “Assis”…
Als Tüpfelchen auf dem “i” kommt dann noch das, was einem in Hamburg als Currywurst verkauft wird. Beinahe an jeder Straßenecke gibt es dort die Gelegenheit eine zu bekommen. Schlimm, dass einen keine Warnschilder des Gesundheitsamtes vor dem Verzehr dieses Gipfels des Ekels warnt: Im Norden wird für eine Currywurs schlicht ein Wiener Würstchen frittiert (!!!) und mit billigen Gewürtz-Ketchup vollgekleistert. Oben drauf etwas Currypulver und fertig ist der essbare Brechreiz….
Ich könnte wohl noch Stunden lang so weiter schreiben, würde dann aber Gefahr laufen, ausfallend zu werden. Ich jedenfalls bin froh, wieder da zu sein, wo ich hin gehöre. Westfalen, ich liebe dich.

NRW ist defninitiv heißer als die Hanse-Scheiße